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Schwangerschaft
Geburtsvorbereitung und Geburt
Wo soll das Baby zur Welt kommen? Nicht mehr lange und der Tag der Geburt ist da. Die meisten Kinder kommen in einer Klinik zu Welt. Eine gute medizinisch-technische Ausrüstung und Spezialisten, die im Notfall sofort bereitstehen, geben vielen Frauen ein Gefühl der Sicherheit. Und für Frauen mit chronischen Krankheiten, bei Beckenendlage, vorzeitigen Wehen, Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten ist die Klinik auf jeden Fall die erste Wahl. Nutzen Sie Besuchstermine in den Kliniken, um deren Ausstattung, Entbindungsmethoden, Atmosphäre und Wöchnerinnenstation kennenzulernen. Fragen Sie nach „Rooming-In“ (Baby und Mama im gleichen Zimmer) und Unterstützung beim Stillen – beides ist in den ersten Tagen besonders wichtig.
| Alternativen zum Klinikaufenthalt | Die ambulante Klinikgeburt Eine ambulante Geburt bietet sich für Frauen an, die bei der Geburt auf die medizinische Sicherheit einer Klinik nicht verzichten, sich jedoch danach in der gewohnten häuslichen Umgebung erholen möchten. Bei einer komplikationslosen Geburt können Sie normalerweise schon nach wenigen Stunden wieder nach Hause gehen. Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig eine erfahrene Hebamme suchen, die Sie berät, begleitet und auch im Wochenbett betreut.
Das Geburtshaus Viele Frauen schätzen die wohnliche, familiäre Umgebung, die Betreuung während der gesamten Geburt durch die gleiche Hebamme und die Aufgeschlossenheit gegenüber alternativen Geburtsmethoden. Im Mittelpunkt steht eine natürliche, sanfte Geburt in entspannter Umgebung ohne störende (Routine-) Eingriffe von außen. Es stehen CTG-Überwachungsgeräte und Notfallsets zur Verfügung. Bei Komplikationen wird die gebärende Frau in die Klinik verlegt. Ansonsten dürfen Mutter und Kind bereits drei Stunden nach der Geburt wieder nach Hause. Die Hebammen des Geburtshauses betreuen sie dann auch weiterhin zu Hause.
Die Hausgeburt Am persönlichsten und intensivsten ist sicherlich die Geburt im eigenen Zuhause. Voraussetzungen sind eine problemlose Schwangerschaft und eine gute Gesundheit von Mutter und Baby. Die Hebamme bereitet mit Ihnen die Hausgeburt vor und betreut Sie auch nach der Geburt. Für die Entbindung verfügt sie über die entsprechende Ausrüstung, um das Neugeborene zu überwachen und Erste Hilfe zu leisten. Auch hier gilt: Bei Problemen wird die Gebärende sofort in die Klinik gebracht.
| Echte Wehe oder Fehlalarm? | Ein warmes Bad in der Wanne kann Klarheit bringen, ob Sie bereits Eröffnungswehen oder nur sogenannte Übungswehen haben: Bei der Entspannung im warmen Wasser verstärken sich echte Wehen; Übungswehen klingen dagegen wieder ab.
Wege der Geburt Heutzutage muss eine Geburt nicht mehr zwingend im Bett liegend stattfinden. Es gibt auch andere Wege, ein Baby auf die Welt zu bringen:
Die Wassergeburt Die Zahl der Wassergeburten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Viele Frauen empfinden sie als weniger schmerzhaft und selbstbestimmter. Das warme Wasser wirkt wehenfördernd, der Geburtskanal weitet sich und das Gewebe wird weich und dehnbar. Die Geburt geht deshalb oft schneller voran. Ob Sie in der letzten Phase in der Wanne bleiben oder nicht, bleibt Ihnen überlassen. Ertrinken kann das Baby nicht, wenn es im Wasser zu Welt kommt. Es besitzt einen natürlichen Tauchreflex, der verhindert, dass es einatmet, solange sein ganzer Körper im Wasser ist. Durch die Nabelschnur wird das Neugeborene weiterhin mit Sauerstoff versorgt. Für das Baby ist eine solche Geburt besonders angenehm – sie macht den Übergang in die Welt außerhalb des Mutterleibes sanfter.
Die aufrechte Haltung Wurde im letzten Jahrhundert in unserer Kultur hauptsächlich liegend entbunden, gebären heute wieder mehr Frauen im Stehen, Sitzen, Hocken oder Knien. Die Geburt geht so leichter, schneller und mit weniger Schmerzen vonstatten, unter anderem weil die Schwerkraft mit hilft und die Wehen effektiver wirken. Inzwischen besinnen sich viele Hebammen und Krankenhäuser wieder auf diese natürliche Gebärhaltung und bieten entsprechende Hilfsmittel an, zum Beispiel den Gebärhocker oder -stuhl, das Geburtsseil oder eine Sprossenwand.
Trinken Sie ab der 34. Woche zwei bis drei Tassen Himbeerblättertee pro Tag. Er macht den Muttermund, das Beckenboden und Gebärmuttergewebe weich und dehnbar und soll „wehenanregend“ wirkend.
| Vorbereitungen in den letzten Wochen vor der Geburt | Je mehr Sie jetzt für die Zeit nach der Geburt vorbereiten, umso mehr können Sie die ersten Wochen mit dem Baby genießen. als Link
- Suchen Sie sich frühzeitig eine Hebamme, die Sie in den ersten Wochen nach der Geburt betreut. Diese Leistung wird von der Krankenkasse bezahlt. Tipp: Eine Hebamme finden Sie in der Hebammensuchmaschine unter www.babyclub.%20de/Hebammensuchmaschine.
- Wählen Sie eine Kinderärztin/einen Kinderarzt für die Untersuchungen in den ersten Wochen aus. Fragen Sie bei Freunden, die bereits Kinder haben, nach Empfehlungen.
- Es ist empfehlenswert, dass der Partner Urlaub für die erste Zeit nach der Geburt einreicht. Gibt es keinen Urlaub, klären Sie mit Arzt und Krankenkasse die Möglichkeit einer Haushaltshilfe.
- Besorgen Sie sich alle notwendigen Antragsformulare, z.B. für Erziehungsgeld, Kindergeld, Haushaltshilfe,…
- Legen Sie Vorräte an und füllen Sie den Gefrierschrank mit vorgekochten Gerichten. Vielleicht können Freunde oder Familie auch einige Tage für Sie mitkochen.
Packen Sie Ihren Klinikkoffer recht zeitig und in Ruhe, damit am Tag der Geburt alles bereit steht. Stellen Sie in einer kleinen Mappe alle wichtigen Papiere zusammen – Mutterpass, Familienstammbuch, Personalausweis und Versichertenkarte –, die Sie vor dem Aufbruch in die Klinik nur noch mitnehmen müssen.
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