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Viele weitere Infos, kompetenten Hebammen-Rat und ein Disskussionsforum "Stillen" finden Sie unter
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STILLEN
Praktische Tipps in der Stillzeit

Stillen – wie oft, wie lang, wie viel?
Nach den ersten aufregenden Tagen mit Ihrem Baby kehrt nun langsam der Alltag ein. Bestimmt wird es weitestgehend von Ihrem jüngsten Familienmitglied – oder besser: von seinem Hunger. Das Stillen wird daher in den nächsten Monaten viel Raum in Ihrem Leben einnehmen.
Ideal ist es, wenn Sie Ihr Baby nach Bedarf stillen – das heißt, wenn Ihr Kleines Hunger hat oder Ihre Brust so prall und schwer ist, dass Sie gerne stillen möchten. Die äußere und innere Ruhe, Ihr Hormonhaushalt, die „Saugkraft“ Ihres Babys sowie die Regelmäßigkeit und Häufigkeit des Anlegens wirken sich auf die Milchbildung aus.

Gesund und satt von Anfang an
Am ersten Lebenstag trinkt es meist nur drei bis vier Mal in 24 Stunden; es sollte sich dann aber auf sechs, besser acht bis zwölf Mahlzeiten steigern. Danach werden die Stillabstände langsam wieder größer. Nach und nach saugt es kräftiger, ausdauernder und größere Mengen. Häufig pendelt sich dann ein zwei- bis dreistündiger Stillrhythmus ein.
Die Dauer der Stillmahlzeiten hängt beispielsweise vom Milchfluss, vom Trinkverhalten oder der Entwicklungsphase des Babys oder auch seinem Bedürfnis nach Nähe ab. Ihr Baby sollte so lange trinken, bis es satt ist.
Ein guter Mittelwert: 15 Minuten an der einen Brust, Pause, 15 Minuten an der anderen Brust.

Ob Ihr Baby genug Milch bekommt, können Sie an folgenden Merkmalen erkennen:

  • vier bis sechs schwere, nasse Windeln am Tag
  • blasser, eher farbloser Urin und dünner oder weicher Stuhl
  • Gewichtszunahme in den ersten drei bis vier Monaten: ca. 110 bis 250 Gramm pro Woche, danach 90 bis 150 Gramm, und ab dem sechsten Monat ca. 40 bis 90 Gramm pro Woche (Ausnahme: In den ersten Tagen nach der Geburt kann ein Neugeborenes bis zu zehn Prozent seines Geburtsgewichts verlieren, sollte es aber in den nächsten zwei bis drei Wochen wieder zunehmen.)
  • Ihr Baby ist lebhaft und entwickelt sich altersgemäß

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys bis zum sechsten Monat voll zu stillen und dann langsam mit der Beikost zu beginnen. Parallel sollte weiterhin gestillt werden. Füttern Sie keine Beikost vor dem fünften Lebensmonat. Wenn Sie schon früher abstillen, geben Sie Ihrem Baby bis zum sechsten Monat Milchnahrung. Ihr Baby braucht in den ersten Monaten außer der Muttermilch keine zusätzliche Flüssigkeit, außer es schwitzt sehr stark, muss erbrechen oder hat Durchfall. Dann sollten Sie Ihrem Baby abgekochtes, natriumarmes Wasser geben.

Für einen entspannten Still-Alltag
Für ein positives Stillerlebnis ist es wichtig, dass Sie sich nicht unter Druck setzen lassen – weder von den eigenen Erwartungen noch denen des Umfelds. Lassen Sie sich beim Stillen nicht hetzen, sondern nehmen Sie sich genug Zeit. Für eine entspannte Atmosphäre kann eine gemütliche Still-Ecke sorgen, die Ihnen alles bietet, was Sie zum Stillen brauchen – inklusive der nötigen Ruhe. Nach und nach werden Sie gemeinsam mit Ihrem Baby einen ausgeglichenen Stillrhythmus finden.

Es gibt eine ganze Reihe praktischer Tipps, die Ihnen den Still-Alltag erleichtern können:

  • Milch abpumpen und aufbewahren für mehr Flexibilität: Bei Zimmertemperatur hält sich Muttermilch sechs bis acht Stunden, im Kühlschrank (4 °C) maximal acht Tage und tiefgefroren (-18 °C) vier Monate. Sie sollten tiefgefrorene Milch langsam im Kühlschrank, im Wasserbad oder unter warmen Wasser auftauen lassen – nicht in der Mikrowelle.
  • Stillöl fördert die Durchblutung des Gewebes und die Durchwärmung der Brust und regt so die Milchbildung und den Milchfluss an.
  • Stillkissen: nicht unbedingt notwendig, aber bequem und praktisch – für eine entspannte Stillposition, als Rückenstütze, Gymnastikutensil oder weiche Begrenzung, wenn das Baby auf dem Sofa liegt
  • Stilltee unterstützt die Milchbildung
  • Spezielle Still-BHs oder -Bustiers, Kleidungsstücke zum Knöpfen und lockere Oberteile, die sich leicht hochschieben lassen, erleichtern das Anlegen


   
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